2026 - Reisen, besser nicht!

Reisen -  besser nicht!

Wir haben gerade beschlossen, dieses wunderbare Land Spanien nur noch unter unvermeidbaren Umständen zu verlassen.

Man  könnte das auf mein mittlerweile hohes Alter von 74 Jahren zurückführen, aber das ist es nicht. Reisen ist über die letzten Jahre zum Gräuel geworden!

Und das größte Problem sind Menschen in Massen und die menschliche Gier, die insbesondere in den 70er Jahren in den Touristenzentren diese grauenvolle Architektur hervor gebracht hat! Alle reisen auf „billig“ und alles ist hoffnungslos überfüllt. Am übelsten sind die Orte, wo Kreuzfahrtschiffe anlegen.

Flugreisen sind das Schlimmste! Wie schön war das noch, als man mit seinem ausgedruckten Buchungsbeleg zum Schalter ging und da seine Bordkarte ausgehändigt bekam! Schon lange werden die Passagiere zum Flieger geleitet, wie die Schweine zum Schlachthof. Man wird abgezockt, wo es nur geht! Hat man sich aus finanziellen, verbindungstechnischen, zeitlichen oder masochistischen Gründen für einen reinen Ferienflieger entschieden, sitzt man auf engstem Raum zusammen mit einer Horde unerträglicher „Urlauber“ in derselben Sitzreihe. Wenigstens klatscht kaum noch jemand nach der Landung!  Im Anschluss beginnt die finale Flucht, bloß weg vom Flughafen!

Autoreisen sind kaum minder schlimm! Mietwagen: Erstens bekommt man von der Vermietfirma nie das Auto, was man im Internet bei der Buchung verlangt hat. Und dann diese neumodernen Mietwagen, die bei jeder Gelegenheit piepen oder einem beim Spurwechsel ins Lenkrad greifen. Und bloß nicht irgendwo drauftippen. Das kann schlimme Folgen haben! Ich wünsche jenen, die die Spurkorrektur und all den anderen Scheiß erfunden haben, dass sie an einem wichtigen Platz unter Qualen hingerichtet werden.

Dazu die üblichen Verkehrsstaus oder das GPS lenkt einen auf falsche Wege. Unser letzter Mietwagen ließ sogar Warnmeldungen auf dem Bildschirm erscheinen„ der Fahrer schiene nicht hinreichend konzentriert …!“  Dazu ließ er sich weder per Fernbedienung noch auf andere Weise schließen und blieb mit Standlicht und hellem Bildschirm auf seinem Parkplatz stehen, bis sich nach zwei Tagen die Batterie entladen hatte. Wunder der Technik!

Wir haben nie einen Resort-Urlaub inkl. Allem gebucht, aber man kommt ja zuerst am ersten reservierten Hotel an. Da sind sie alle wieder, diese Leute, mit denen man ansonsten nichts zu tun haben möchte.

In den Touristengassen mit ihren Souvenirläden, Bars und Fressplätzen kannst Du Dich an keinen Tisch mehr setzen, ohne anstatt einem Getränk auch etwas zum „Verzehr“ zu bestellen. Vom Rauchen oder Vaponieren auf Terrassen gar nicht zu reden. Die wichtigen Kathedralen nehmen Eintritt, der aber nicht den Gemeinden, sondern den Bischhöfen zugute kommt.

Es gibt hier und da Sehenswürdigkeiten, die man sich früher, als es noch kein Internet gab, per papierner Landkarte selbst erkundet hat. Und an einem solchen Punkt angelangt, sind sie auch schon wieder alle da dank ihrer GPS. Die Landstraße ist über hunderte von Metern beidseitig vollgeparkt. Erreicht man nach dem erforderlichen Fußmarsch nun diese Stätte, steht da eine lange Schlange vor dem Eintrittsschalter. Zurück und bloß weg von hier!

Dazu entdeckt man beim Buchen eines Apartments, dass die Mehrzahl der gewünschten Objekte bereits ausgebucht ist. Das hat aber lediglich seinen Grund darin, dass heutzutage böse Menschen lange im Voraus gleich bis zu drei Objekte reservieren, um dann kurz vor der Kulanzzeit (noch keine Vorkasse fällig) zu entscheiden: Fahren wir nun nach Süden oder besser nach Norden oder sonst wo hin? Moral und Verantwortlichkeit sind bei derart vielen Menschen einfach nicht mehr vorhanden! Es herrscht die allgemeine Rücksichtslosigkeit dieser Idioten, die bei 2% Steigung schon ihre Wanderstäbe schwingen oder in den Städten mit Badelatschen und kurzen Hosen herumlaufen.

Und Reisen im Sommer kann man wegen des extremen Klimawandels eh vergessen, es sei denn man bucht Island, Alaska oder Grönland.