2016

Die Renners


Da kann man mal sehen, mit welcher Zielstrebigkeit die Genetik im Fortpflanzungsmechanimus wirken kann. Links Ingos Vater Klaus Renner, Ingo natürlich in der Mitte, und rechts sein Sohn Luca, der seit 2019 auch bei uns arbeitet. Dabei muss ich mal erwähnen, dass unsere enormen Erfolge keinesfalls nur mir zu verdanken sind. Ingo hat alles sowohl im kaufmännischen Sinne als auch mit viel Kreativität so weit nach vorne gebracht, dass wir da sind, wo wir jetzt stehen. Und dazu habe ich durch ihn dieses Privileg, von Spanien aus die Geschäfte mit lenken zu können.

NAMM


Wieder mal schwer was los auf der NAMM. Und weder Lee Sklar noch Joe Walsh scheuten es, auf dieser Messe zu erscheinen.

Greg Leisz, Lapsteel- und Dobro-Spezialist, der mit fast allen amerikanischen Musik-Größen gespielt hat. Rechts eine Gittler-Gitarre, völlig abgefahren! Auf solche Art von Innovation stehe ich einfach.

College-Concert - special guest: Robbie Krieger

Im College-Backstage-Bereich angekommen empfing mich sofort Martin mit den aufgeregten Worten: „Du glaubst nicht, wer heute als Special Guest hier ist!“ „Ja, bitte?“ „Robbie Krieger!“ Für mich natürlich eine totale Überraschung. Der echte Doors-Gitarrist. Wir haben uns gleich begrüßt und ich erzählte ihm von meinen „Los Dooros“. Dabei gab ich ihm meine Visitenkarte, auf der auch unser Logo zu sehen ist. „Hopefully you won’t get legal problems with that.“, war seine spontane Antwort. Da hatte dieser Mann bei mir verloren, obwohl wir noch eine ganze Weile weiter parliert haben. Er erzählte, dass sein Sohn jetzt „den Jim Morrison machte“, ebenfalls gekleidet in schwarzes Leder.

Es mag ketzerisch klingen, aber hier muss ich leider sagen, dass für mich die Doors nach Jim’s Tod nicht mehr die Doors sind. Was diese Restgruppe danach produziert hat, war alles unteres Niveau und ohne Jim’s Charisma schon mal sowieso. Und was sie jetzt als „The Doors“ aufführen, ist für mich leider nichts viel anderes als eine eher peinliche Cover-Band.

Die Doors hatten viele starke Kompositionen, weshalb ich ja zu meinem Konzept von „Los Dooros“ gekommen bin, dergestalt, dass man die Songs neu arrangiert, die Instrumentierung ändert (z.B. kein Keyboard), die Stücke einfach völlig anders spielt. Hier auch die Innenseite meines Dooros-Booklets (Mein Gespräch mit Jim):


Hier nochmal zum besseren Lesen ...    Dieter Gölsdorf – Morrison’s Vermächtnis

Eine der ersten Bands, die Dieter intensiv prägten, waren The Doors. Nun, nach über fünf Jahrzehnten als Gitarrist, Sänger und Buchautor arrangierte er 14 spezielle Doors-Songs neu, allerdings nicht, ohne vorher Jim Morrison in einer geheimen parapsychologischen Sitzung befragt zu haben, wie er denn – wäre er noch am Leben – weiter gemacht hätte.

  „Mann, Dieter, ich war damals einfach zu besoffen und zugedröhnt, und außerdem musste ich nach Paris abhauen, um nicht bei uns im Knast zu landen.“, erklärte Jim. „Aber wenn ich weiter gemacht hätte, dann nur unter meinem eigenen Namen und nicht mehr mit diesen drei Typen“. Der Manzarek mit seiner verdammten Italo-Orgel und seiner  lehrmeisterlichen Art ist mir schon lange auf den Geist gegangen, genauso wie der Krieger mit seinem schlappen Anschlag und der Densmore mit seinen Marschtrommel-Ambitionen.

„Und genau: Schau doch mal Deine jetzige Band an! Alles 10-mal bessere Musiker als diese drei Beach-Boys von damals. Euer Drummer, Euer Bassist und klaro, zwei geile Gitarren!", sprudelte Jim enthusiastisch. „Und ein Song wie Spanish Caravan – natürlich mit Raimundo. Goddamned, hör Dir doch einfach noch mal diese beiden grauenhaften Alben an, die sie danach ohne mich eingespielt haben!“

 „Dieter, Du wirst das alles schon in meinem Sinne machen. Ja, und sing es auch auf Deutsch, damit deine Leute endlich verstehen, worum es damals ging. Und mach mich nicht nach! Meine Stimme, das bin ich, und Du hast Deine Stimme, und das ist gut so! Und kein schwarzes Leder, dafür bist du zu alt!“ Und dann flüsterte er noch: „Übrigens bin ich noch gar nicht so lange tot. Du weißt doch wohl, dass mein Tod in Paris nur gefaked war! Oder hast du das Buch von Hollow Skai noch nicht gelesen?“

Mit diesem letzten Satz entschwand Jim wieder durch die Pforten der Wahrnehmung in entlegene Sphären und ließ einen Dieter Gölsdorf zurück, der nun umso mehr wusste, was er zu tun hatte...


Vor und nach der Musik wieder viele gute Gespräche. Ach, und wie hat sich meine Paloma gefreut, als Martin Huch dieses wunderbare Foto von ihr und Johnny Depp schoß!

Auch eine Girl-Group, bestens mit Duesenbergs bestückt, spielte auf. Und ein Terry Reid sang einige Songs.

Alice Cooper & The Hollywood Vampires

Das Konzert war natürlich wieder super, und Robbie spielte immerhin auf einer von Johnnies Duesenbergs. Übrigens kamen wir alle gemeinsam zu dem Schluss, dass Alice Cooper sich wohl nicht mehr zu schminken braucht. Und wenn überhaupt jemand als Nachfolger für Jim Morrison infrage gekommen wäre, dann: Alice Cooper! Der hat die Doors-Songs echt auf seine Weise authentisch rüber gebracht, dass es eine Freude war.






The Hollywood Vampires in Germany

Großes Open-Air-Festival in der Nähe von Köln. Ingo, Henning Vahlbruch und Chris Distin waren da. Es muss super gewesen sein und Johnny hat sich ausgiebig mit unseren Jungs unterhalten.


Udo

Eine von Udo Lindenberg signierte und mit einer gekonnten Zeichnung versehene 49er Gitarre. Udo kann es!

Der große Wasserschaden

Eieiei, Gabriel hatte Freitag nachmittags in der Lackierkabine einen Wasserhahn nicht richtig zugedreht. Irgendetwas muss sich zusätzlich gelöst haben, was übers  Wochenende zu einer totalen Überschwemmung unserer Firma führte. Alles unter Wasser, eine Riesenschipperei und Aufwischerei, ein verlorener Tag im Gitarrenbau. Zum Glück stand praktisch alles auf Palletten, sodass sich der Schaden in Grenzen hielt.



Modular, modular ...

Es gibt ja seit eh und je diese “modularen“ Ideen, also z.B. austauschbare Bodies, schnell wechselbare Pickups, Elektroniken etc. Das hat mich nie fasziniert. Aber ich kam durch diese Wandre-Bauweise, bei der alles auf dem zentralen Aluhals mit Fortgang in den Body montiert ist, auf die Idee, so etwas mit Holzhälsen und einem Sortiment diverser Metallteilen anzugehen. Eine zentrale Einheit mit allem darauf, und verschiedene Bodyformen – aber nicht zum schnellen Austausch, sondern einfach um verschiedenen Geschmäckern gerecht zu werden.

Die Gitarre ...








kleines Video hier ...


Der Bass ...

göldo Staff

Immer mehr Mitarbeiter, mittlerweile eine internationale Crew, super gute Leute aus Italien, der Türkei, Österreich, sogar einer von der Elfenbeinküste und ein Ghanese.


göldo 4-D Bass-Bridge


Unsere 4D Bass Bridge ist wieder da! Die Grundplatte ist aus massivem Messing gefräst. Die Saiten liegen auf Stahlrollen, die zum Einstellen des Stringspacings seitlich verschoben werden können. Nachdem alle Einstellungen gemacht sind, werden die Reiter mit Hilfe der seitlichen Madenschrauben fixiert. Dies garantiert perfekte Schwingungsübertragung und damit das Optimum, was Sound und Sustain betrifft.

Geiles Zelluloid - LSD-2050

Dieses Material für besondere Fälle haben wir uns - wie auch unser Vintage-Pearl - extra anfertigen lassen.

Wrapper-Tailpiece

Beim Standard Stop Tailpiece liegt ja der gesamte Saitenzug an der winzigen Schlinge an, die um das Ballend läuft. Die beiden „Schenkel“ der Schlinge gehen winklig in zwei Knickpunkten zueinander in die Umwicklung über. Durch diese Knickpunkte ist hier besonders bei unumsponnenen Saiten ein schnelles Saiten Reißen vorprogrammiert. Hier meine erste, handgemachte Version:

Beim Wrapper Tailpiece werden die Saiten mit den Ballends an der Vorderseite eingehängt und nach hinten um das Tailpiece herum gezogen, sodass sie unten an der Vorderseite Richtung Brücke austreten. Dadurch verteilt sich der Saitenzug auf einen Oberflächen-Bereich von einigen Zentimetern, sodass die Belastung des Knickpunkts am Ballend wesentlich geringer ist. Deshalb spielt man unter Benutzung unseres Wrapper Tailpieces viel länger und stress-frei, weil hier praktisch keine Saiten reißen. Hier schon ein CNC-gefrästes Teil:

Zudem lässt es sich tiefer einstellen, womit man den Andruckwinkel der Saiten auf die Brücke beliebig erhöhen kann, was bei vielen Gitarren zu einer Verstärkung des Sustains und des Attacks führt. Für stressfreies Saiten Aufziehen hat der Wrapper diesen unter sachter Federspannung stehende Bügel, der jedes Ballend in seiner Aufnahme-Bohrung hält.

Paloma

Benannt nach meiner Lebensgefährtin war dieses Design endlich mal fertig und alsbald ein voller Erfolg. Und wir hatten neue "Begleitheftchen", die bei jedem ausgelieferten Instrument dabei waren.


Spain

Auch in Spanien waren wir mittlerweile gut aufgestellt. Quasi sämtliche Top-Bands spielten unsere Instrumente. Hier links auch Boli, Bassist von Fito y Fitipaldis, der bekanntesten spanischen Rockband. Und unser "Authorized Dealer" in Madrid, "Headbanger Guitars" führte eine gutes Duesenberg-Sortiment.



Los Dooros bekamen einen neuen Drummer, Dani Griffin, ein Typ aus Chicago, der schon an die dreißig Jahre in Madrid lebt und der Schlagzeuger von Fito y Fitipaldis ist. Einen besseren kann man kaum kriegen! Und ganz wichtig: Jeder Auftritt meiner Band ist für mich natürlich auch die beste Gelegenheit, die Brauchbarkeit neuer Designs und technischer Entwicklungen zu checken!