2012

kleine Vorschau auf dieses 2012er Jahr ...




Johnny Depp 

Ingo und unser Nathan Fawley … unglaublich! Über diesem ersten Kontakt zum Tom-Petty-Gitarristen Mike Campbell waren wir scheinbar urplötzlich in der Lage, jedwede Verbindung zu quasi jedwedem Topstar herzustellen. Die Türen waren geöffnet! Über Joe Perry, der gerade mit Alice Cooper die Band „The Hollywood Vampires“ gegründet hatte, kam er an Johnny Depp, zweiter Gitarrist neben Joe. Johnny war nämlich schon lange vor seiner Schauspielerkarriere professioneller Gitarrist. Der hat sogar eine Zeit in Frankreich gelebt und sich den Gypsy-Jazz reingeschafft – also ein durchaus respektabler Musiker, der Mann, der auch vorher schon mindestens drei Duesenberg-Gitarren sein Eigen nennen konnte. Die erste, surf-grüne hatte er in London im „Music Ground“ erworben. Er soll da in Camouflage-Hose reingestiefelt sein, hat sich vor die Gitarrenwand gestellt und auf „unsere“ Gitarre gezeigt: „I want this one!“.

Ingo hatte nun auf einem Konzert einer anderen Gruppe den Gitarren-Techniker von Joe Perry, einen Trace Foster, kennengelernt, genau zu der Zeit, als Joe Perry sich zwecks wirkungsvollerer Gesundheits-Therapie im Anwesen des Johnny Depp eingenistet hatte. Da war wohl auch gerade als Geschenk von Mike Campbell unsere blau-weiße Gitarre angelangt und „Duesenberg zu einem gewissen Thema geworden. 

Und alsbald sah man Fotos mit diesem karibischen Piraten, eine „Mike Campbell Signature TV“ spielend.


Lilientalstr. 2 und die gesamte Crew


Die neue Lackier-Kabine

Neue Workbench im Obergeschoss



2012-07-McAlister

Im Juli 2012 kam uns dieser mindestens zweifelhafte niedersächsische Ministerpräsident McAlister auf seiner Wahlkampfreise besuchen. Was soll man heute noch halten von Politikern, bitte sehr? Das war natürlich gute Publicity für uns, reichlich Presse und Medienpräsenz, aber irgendwie ging es mir gegen den Strich.

Danach erschien ein recht treffender Zeitungsartikel und danach eine dümmliche Notiz auf einer Internet-Seite „ich, Dieter Gölsdorf konnte nun meine Sorgen loswerden“. Sowas kann mich aggressiv machen, weil ich überhaupt keinerlei „Sorgen“ hatte, und dieser CDU-Minister da als „helfende Hand“ dargestellt wird – entgegen aller Wirklichkeit. Diesen Leuten habe ich am selben Tage noch eine geharnischte E-Mail geschrieben, sinngemäß: „welcher Idiot sich da entblöden konnte, so einen Unsinn zu veröffentlichen“. Politiker und Journalisten – Vorsicht!


Single Twins – Zunächst eine böse Übverraschung!

Alle bisherigen Versuche, Single-Coils „brummfrei“ zu machen, erwiesen sich bei näherem Soundcheck als unbrauchbar. Alle möglichen Firmen hatten das versucht und angepriesen als die Erleuchtung. Zwei Spulen übereinander, nebeneinander, was immer. Selbst wenn der Klang dieser Pseudo-Entwicklungen einem Single-Coil sehr ähnlich war, fehlte letztlich das Attack, die Dynamik beim Anschlag – laut und leise.

So kam ich auf die Idee, wie bei einem Precision-Bass-Pickup zwei gegenpolige, vertikale Spulen in einem Strat-Pickup-Gehäuse unterzubringen. Das ging und es klang super, genau wie ein echter Single-Coil. Und dann die böse Überraschung: Als ich die G-Saite nach oben in Richtung D-Saite zog, löschte sich der Ton aus. Scheiße! Das musste von dem gegenpoligen Magnetfeld kommen, das sich zwischen den Saiten ergibt. Einzige Lösung: die Spulen schräg versetzt zu positionieren, sodass die Magneten weiter auseinander liegen. Passt natürlich nicht mehr in ein Single-Coil-Gehäuse. Aber für einen Fender-artigen Pickup möglich in einem Mini-Humbucker-Gehäuse und für einen P-90 (größere Ausmaße in einem Humbucker-Gehäuse). Wie soll man das nennen? Idee: Single Twins! So sind sie entstanden, der P-90 als authentischer Humbucker und der Mini-Single-Twin als „Fender-Sound“-Replacement.

Das war ein beträchtlicher finanzieller und arbeitstechnischer Aufwand: Magnete in speziellen Abmessungen ordern: die Spulenkörper lasern lassen, eine neue Neusilber-Kappe samt Bodenblech für die Mini-Version und diverse Prototypen mit meiner kleinen Wickelmaschine. Aber es hat geklappt. Für einen guten Sound ist nichts zu aufwendig und nichts zu teuer!